Grundlagen

Kreativität umspannt alle Altersstufen und Lebensbereiche.

Mit unserer Geburt beginnt unsere kreative Entdeckungsreise. Allmählich nehmen wir mit all unseren zur Verfügung stehenden Sinnen uns selbst und unsere Umwelt wahr. Farben, Gerüche, Formen und besondere taktile Beschaffenheiten erregen unsere Aufmerksamkeit. Indem wir uns langsam voran tasten, erweitert sich unser Radius. Alles, was wir aufnehmen, erscheint uns neu und spannend. Wenn wir einen Turm aus bunten Holzklötzen bauen, sind wir schöpferisch aktiv.

Die ersten Grundsteine unserer Kreativität sind gelegt.

Auch mit dem Heranwachsen beruht das kreative Gestalten auf den Reiz der Entdeckung. Im Kindergarten lernen wir, mit Wasserfarben zu malen. Die leuchtend bunten Kleckse bereiten uns großes Vergnügen. Immer wieder können wir sie malen und zusehen, wie alle Farben sich zu einem braunen Brei mischen. Wir mögen es, uns zu verkleiden und in andere Rollen zu schlüpfen, ein wesentliches Element zur Erprobung verschiedener sozialer Rollen.

In der Schule wird unsere kindliche Kreativität in Bahnen gelenkt. Auf diese Weise wird es möglich, sich intellektuell weiter zu entwickeln. Unter kreativitätsfördernden Bedingungen werden grundlegende Methoden zur Lösungsorientierung trainiert. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die spätere berufliche Laufbahn.

Während der einschneidenden Phase der Pubertät sind wir offen für neue Impulse. Wir brauchen sie, damit wir unsere Persönlichkeit, unser Selbst bilden können. Viele von uns beginnen, intensiv Erlebtes aufzuschreiben oder drücken sich auf andere Weise kreativ aus:
tanzen, spielen Theater oder zeichnen.

Sich kreativ auszudrücken ist nun Teil der persönlichen Verarbeitung geworden.

Als Erwachsene setzen wir unsere spielerische Freude aus der Kindheit und Jugendzeit in die Ausübung eines Berufs oder in die Gründung einer Familie um. Kreativität stellt eine innere Notwendigkeit dar, unser Leben zu bewältigen.
Jedoch fehlt es oft an Muße, unseren Begabungen nachzugehen, sie liegen verschüttet unter beruflichem und alltäglichem Stress.

Mit zunehmendem Alter gewinnen wir mehr Zeit, kreativ aktiv zu sein. Erinnerungen fließen in unsere künstlerischen Werke mit ein. Hier können wir uns selbst wieder entdecken und auf unsere vielfältigen schöpferischen Fähigkeiten zurückgreifen.

Da jeder Mensch über individuell ausgeprägte Befähigungen verfügt, folgt Creativförderung der ganzheitlichen Haltung. Creativförderung verknüpft Entspannung, Bewegung, Spiel und Tanz mit schöpferischer Gestaltung auf vielfältige Weise.

Es zeigt sich, dass wir in jeder Phase unseres Lebens der Kreativität bedürfen aber in unterschiedlichen Ausprägungen. Der Begriff Kreativität ist vom lateinischen Wort creare abgeleitet und bedeutet „wachsen“ und „etwas neu erfinden“.
Somit bildet Kreativität den Boden, auf dem unsere Fähigkeiten wachsen können. Creativförderung bietet die verschiedenen Nährstoffe, um die Fähigkeiten in den jeweiligen Entwicklungsstufen besser gedeihen lassen.

Diesem Grundgedanken folgend ist Creativförderung auf die Bedürfnisse der einzelnen Lebensphasen abgestimmt.

Kinder von drei bis sechs Jahren erfahren die Förderung ihrer Kreativität, indem sie von mir an verschiedene kreative Techniken auf kindgerechte Weise herangeführt werden. Die Zuhilfenahme von Bilderbüchern hat sich als sinnvoll erwiesen.

Ein weiteres wesentliches Element ist das Rollenspiel mit Handpuppen oder in Verkleidungen. Indem das Kind in verschiedene Rollen hineinschlüpft, erprobt es sein Sozialverhalten auf spielerische Weise.

Besteht über die Förderung der Kreativität des Kindes hinaus Bedarf an weitergehenden Förderangeboten, biete ich Creativförderung Plus an. Sie dient der Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit und der Schulung der Feinmotorik. Durch gezielte in kreative Gestaltung eingebettete Lernübungen werden Kognition und Selbstwahrnehmung des Kindes gefördert

Vorschulkinder werden auf diese Weise auf die Schule vorbereitet. Erst- und Zweitklässler erfahren eine ergänzende Unterstützung, um den schulischen Anforderungen leichter gerecht zu werden.

Auch Heranwachsenden ermögliche ich, frei mit Farben und Materialien kreativ zu sein. Hinzu kommen noch Fotoapparat, CD-Player, Spiegel und Theaterschminke. Diese Materialien eignen sich zur kreativen Bildung ihrer Identität. Das Selbstwertgefühl kann sich auf positive Weise weiterentwickeln.

In Creativförderung für Erwachsene stehen Raum und Zeit zur Verfügung, die eigenen schöpferischen Möglichkeiten wiederzuentdecken. Dies lässt das Selbst wieder aufleben und zur eigenen Mitte finden. Besonders in Krisen und Phasen der Stagnation sind wir auf einfallsreiche Lösungsansätze angewiesen. Erst dann haben wir die Chance, einen Wechsel der Prespektive, eine andere Sichtweise zu erlangen.

Entspannungs- und Atemübungen leiten den kreativen Gestaltungsprozess ein. Danach wird ebenso frei und ohne Leistungsdruck gestaltet. Hierbei berücksichtige ich verstärkt die persönlichen Vorlieben. Es wird gemalt, Skulpturen aus Ton werden geformt oder Worte in Gedichtform verfasst.

Beim Malen eines Bildes oder bei der Gestaltung einer Skulptur können Gefühle oder Wünsche sichtbar werden. Die hier gewonnenen Selbsterkenntnisse können Sie in Ihren Alltag transportieren.

Bei dem Prozess der Verarbeitung begleite ich Sie einfühlsam und sorge für den geschützten Rahmen.

Die Bezeichnung Creativförderung spiegelt darüber hinaus meine beruflichen Erfahrungen und Kompetenzen als Kunsttherapeutin und Heilpädagogin wider:

Creativ steht für den Bereich der Kunsttherapie
Förderung beinhaltet den heil- und sonderpädagogischen Aspekt.

Die Synthese aus Kunsttherapie und Heilpädagogik entwickelte ich, da sich beide Bereiche auf eine für die Klienten sinnvolle Weise ergänzen.

Ein Konzept, das sich bewährt hat, kreative Fähigkeiten von Kindern und Erwachsenen zutage zu fördern und sie konstruktiv im Alltag umzusetzen.

Hierbei berücksichtige ich:

die Eigenverantwortlichkeit der Person
die Achtung und Akzeptanz unterschiedlicher Einstellungen und  Wertvorstellungen
das Vertrauen auf die selbstregulierenden Kräfte der Person
das Leben als Prozess ständiger Veränderung
persönliche Erfahrungen als Grundlage für Erkenntnisprozesse.

Praktika Literatur Impressum